Die Österreichische Hausfrauenunion

war ursprünglich konzipiert als Bildungseinrichtung für Hausfrauen, die neben der Hausarbeit keine Zeit hatten für weitergehende Informationsbeschaffung oder Studien. Diese Problematik betrifft uns heutzutage zum Glück nicht mehr, Informationen sind rund um die Uhr abrufbar und Bildung für alle ist möglich.

 

Leider schlug das Pendel zu weit in Richtung Anerkennung von Karriere aus während die Familienarbeit nach wie vor gebraucht, aber nicht adäquat wertgeschätzt wird.

 

Deshalb fordert die ÖHU als österreichische Familienorganisation sowohl die ideelle als auch die finanzielle Anerkennung der Familienarbeit der Eltern. Insbesondere in der Kleinkindphase der Kinder wäre ein zusätzliches Einkommen für viele sehr hilfreich.

 

Ein Erziehungseinkommen für den Elternteil, Mutter oder Vater, der zu Hause die Arbeit mit Kind, Haushalt und Familien"management" (oft samt Pflegeleistungen für alte Menschen!) übernimmt, saniert nicht nur das Familienbudget, sondern macht auch denjenigen, der sich dazu entschließt, zu Hause tätig zu sein, zu einem (vor allem finanziell) gleichberechtigten Mitglied der Gesellschaft.

 

Gerechte Entlohnung der "Familienarbeit" im Haushalt und die damit verbundene Steuerleistung würden auch für eine Besserstellung von Hausfrauen und Hausmännern im  Pensionssystem sorgen.

Zwei Grazer Damen sind hier an prominenter Stelle zu erwähnen: Frau Dr. Herta Herglotz und Frau Dir. Eleonora Weiss.

 

 

Frau OStR. Dr. Herta Herglotz war von 2006 bis 2008 Präsidentin der ÖHU und nützte diese Zeit sowie auch die Zeit danach bis zu ihrem Tod im Sommer 2015 , ihr großes Anliegen: die Besserstellung von Hausfrauen und Hausmännern, die Familienarbeit leisten, voranzutreiben. Sie kontaktierte Politiker, Experten und immer wieder auch die Medien, um auf diese Problematik in unserer Gesellschaft, nämlich die geringe Wertschätzung dieser überaus wichtigen Tätigkeiten und Funktionen, hinzuweisen.

Lesen Sie ihre Vorschläge in Herta Herglotz: Initiative Familie neu!

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Herta Herglotz Initiative Familie neu
Familie neu ist ein Modellvorschlag, der unser bestehendes Familienmodell der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergänzt und der Bevölkerung Vollbeschäftigung und einen gehobenen Wohlstand bringt.
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 Frau Dir. Lore Weiss berechnete ein interessantes Schema zur gerechten Entlohnung der Menschen, die ihre Arbeitskraft in die Betreuung ihrer Familie stecken und auch einer Lohnarbeit nachgehen. Wie man beides zum Wohle aller vereinbaren kann, lesen sie im Familienfördermodell nach Lore Weiss. Sie fordert Familienlohn bzw. Erziehungsgeld für qualifizierte Familienarbeit (mit einem sinnvollen „Eltern­führer­schein“), kombiniert mit flexibler und qualifizierter Teilzeitarbeit in einem Beruf.

 

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Familienfördermodell nach Lore Weiss
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