Leserbrief an die Kronen Zeitung 6. Dezember 2010 Betrifft: "Sind Väter doch die besseren Mütter?" von Ingrid Altermann am 5.12.2010 Kinderbetreuung als
Wettbewerb? Wer hat "die Nase vorn" bei den "Kids"?
Wer ist besser für die Kinder - die überbeschützende, fade
Mama oder der coole Vorbild-Dad? Ja, es gibt heute glücklicherweise
mehr Männer, die verstanden haben, dass Kinderbetreuung nicht "Nichtstun"
ist und Zeit mit dem eigenen Kind keine "verlorene Zeit". Diese
Männer sind üblicherweise keine dumpfen Couch-potatoes oder
Kraftlackel, sondern eher sensible Gebildete, kein Wunder also, dass sich
Kinder von Vätern, die sich einbringen, besser entwickeln als andere.
Michael Lamb meint, die neue Vätergeneration würde ihre Rolle
als emotionaler Begleiter ihres Nachwuchses "viel ernster2 nehmen.
"Ernster", der Komparativ, bezieht sich natürlich nicht
auf Mütter, sondern auf Väter, wie es sie früher durchwegs
gab. Natürlich verfügen auch Männer über mütterliche
Fähigkeiten, sie sind nämlich auch Menschen. Menschen, denen
gesunde Instinkte nicht abgewöhnt wurden, verhalten sich Kleinen
und Schwachen gegenüber fürsorglich und beschützend und
haben Freude daran, ihnen weiterzuhelfen. Aus Lamb's Forschungsarbeit
kann man keineswegs ableiten, dass Väter die besseren Mütter
wären, sehr wohl aber, dass für Kinder BEIDE, Vater und Mutter,
wichtige Aufgaben erfüllen. Deshalb sollen Väter nicht davon
abgehalten werden, sich um ihre Kinder zu kümmern, und die vielen,
die das nicht vorhaben, obwohl die Mütter das sehr gern sähen,
sollte man ermutigen, sich diese Aufgabe zuzutrauen. |
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