Die Österreichische Hausfrauenunion

war ursprünglich konzipiert als Bildungseinrichtung für Hausfrauen, die neben der Hausarbeit keine Zeit hatten für weitergehende Informationsbeschaffung oder Studien, und bot einerseits Kurse zur Verbesserung der haushalterischen Kompetenzen an, wie Kochkurse, Nähstunden und Handarbeitsnachmittage. Andrerseits gab es Literatur-, Geschichts- und musikkundliche Veranstaltungen, die den teilnehmenden Damen Wissen in diesen Gebieten vermitteln sollten.

 

Diese Problematik betrifft uns heutzutage zum Glück nicht mehr, Informationen sind rund um die Uhr abrufbar und Bildung für alle ist möglich. Doch das Pendel schlug leider zu weit in Richtung Anerkennung von Karriere aus während die Familienarbeit zwar nach wie vor gebraucht, aber nicht adäquat wertgeschätzt wird.

 

Deshalb fordert die ÖHU als österreichische Familienorganisation sowohl die ideelle als auch die finanzielle Anerkennung der Familienarbeit der Eltern. Ein Erziehungseinkommen für den Elternteil, Mutter oder Vater, der zu Hause die Arbeit mit Kind, Haushalt und Familien"management" (oft samt Pflegeleistungen für alte Menschen!) übernimmt, saniert nicht nur das Familienbudget, sondern macht auch denjenigen, der sich dazu entschließt, zu Hause tätig zu sein, zu einem (vor allem finanziell) gleichberechtigten Mitglied der Gesellschaft.

Insbesondere in der Kleinkindphase der Kinder wäre dieses zusätzliches Einkommen für viele sehr hilfreich.

 

Gerechte Entlohnung der "Familienarbeit" im Haushalt und die damit verbundene Steuerleistung würden auch für eine Besserstellung von Hausfrauen und Hausmännern im  Pensionssystem sorgen.

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Seit 2008 leitet Frau Mag. Erika Gossler die ÖHU als Präsidentin

"Ich darf mit großer Freude anmerken, dass "die Politik" (wie Frau Dr. Herglotz immer sagte), Notiz von uns nimmt und unsere Arbeit offen-bar schätzt. Am 3. November 2016 wurde mir das "Goldene Ehren-zeichen des Landes Steiermark" verliehen. In seiner Laudatio würdigte Herr Landeshauptmann Schützenhofer unser Bemühen, das Selbstbe-wusstsein jener Frauen und Männer zu stärken, die Haus- und Familien-arbeit leisten, und unser Bestreben, die Wichtigkeit dieser Tätigkeit der allgemeinen Öffentlichkeit nahezubringen."

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Davor haben insbesondere zwei Grazer Damen zu dem genannten Konzept viel beigetragen und sollen deshalb an prominenter Stelle erwähnt werden: Frau Dr. Herta Herglotz und Frau Dir. Eleonora Weiss.

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Herta Herglotz Initiative Familie neu
Familie neu ist ein Modellvorschlag, der unser bestehendes Familienmodell der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergänzt und der Bevölkerung Vollbeschäftigung und einen gehobenen Wohlstand bringt.
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Frau Dir. Lore Weiss berechnete ein interessantes Schema zur gerechten Entlohnung der Menschen, die ihre Arbeitskraft in die Betreuung ihrer Familie stecken und auch einer Lohnarbeit nachgehen. Wie man beides zum Wohle aller vereinbaren kann, lesen sie im Familienfördermodell nach Lore Weiss. Sie fordert Familienlohn bzw. Erziehungsgeld für (mit einem sinnvollen „Eltern­führer­schein“) qualifizierte Familienarbeit kombiniert mit flexibler und qualifizierter Teilzeitarbeit in einem Beruf.

 

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Familienfördermodell nach Lore Weiss
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