Mag Erika Gossler an die "Kleine Zeitung" zu "Frauenstreit um den Wert der Mütter" vom 8. 10. 2013

Leider ist der Feminismus vor den Müttern links abgebogen. Fe­mi­nis­tinnen sind ursprünglich dazu angetreten, Frauen mehr Freiheit zu bringen und ihr Leben zu verbessern. Das dürfte in Vergessenheit geraten sein. Wenn  Mütter nun von Feminis­tin­nen gezwungen werden, sich quasi männliche Biographien zuzulegen in denen Kinder kaum eine Rolle spielen und sich selbst in ein bis dato männliches Werteschema zu pressen, so ist das schlichtweg pervers.

 

Wir brauchen keinen Kampf, schon gar nicht einen Kampf „Frau gegen Frau“, gekämpft wird schon genug, und meistens kommt nichts Gescheites dabei heraus. Was wir im Zusammenleben brauchen, sind Toleranz und vernünftiger Konsens. Wir müssen ideologische Gräben überspringen und weggehen von vorgegebener Eingleisigkeit hin zur Vielfalt der Modelle und der Akzeptanz auch nicht dem Zeitgeist huldigenden Verhaltens.

 

Warum werden „Vollzeit- oder „Teilzeitmütter“ diffamiert? Warum versucht man, Müttern die Zeit mit ihren Kindern madig zu machen obwohl längst erwiesen ist, dass sich die Mehrheit der Frauen selbst um ihre Kleinkinder kümmern will und das den Kindern sehr gut tut? Es ist schäbig, Frauen über den Umweg der finanziellen Schlechterstellung in die (Ganztags-)Berufstätigkeit zu zwingen, während sie es für nötig erachten, die ersten Jahre mit ihren Kindern zu verbringen und das auch sofort tun, wenn sie es sich leisten können.

 

Wer das große Ganze im Auge hat, müsste endlich gut fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse dazu gelten lassen und Frauen (sowie natürlich auch Männer, die sich in dieser Hinsicht engagieren) in ihrer Erziehungsarbeit unterstützen. Sie leisten Großes für die Volkswirtschaft. Und wenn Kinder zu Hause lernen, was soziale Verantwortung ist, wie Liebe, Rücksichtnahme, teilen, warten, ausreden lassen und zuhören funktionieren und wie man sich benimmt, läuft es in der Schule besser und im ganzen Leben ...

 

Die Österreichische Hausfrauenunion (www.hausfrauenunion.at) fordert echte Wahlfreiheit zwischen Kinderbetreuung zu Hause und Fremdbetreuung in der Krippe. Sich frei entscheiden zu können, setzt allerdings eine gewisse finanzielle Absicherung voraus. Die Zeit wäre reif, mündige Bürgerinnen nicht länger zu bevormunden und sie selbst entscheiden zu lassen, wie sie ihr Leben einrichten wollen.

 

Mag. Erika Gossler
8010 Graz

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Floretta Levens (Mittwoch, 01 Februar 2017 12:20)


    If you are going for finest contents like me, simply go to see this web page daily since it provides feature contents, thanks

  • #2

    Monte Buhl (Mittwoch, 01 Februar 2017 17:41)


    Very nice post. I absolutely love this website. Continue the good work!

  • #3

    Ok Marland (Donnerstag, 02 Februar 2017 06:07)


    This article presents clear idea for the new visitors of blogging, that genuinely how to do running a blog.

  • #4

    Creola Schroyer (Freitag, 03 Februar 2017)


    Hey there, You have done a great job. I will certainly digg it and personally recommend to my friends. I'm sure they'll be benefited from this web site.