Offener Brief an Herrn Eugen Freund

 

Sehr geehrter Herr Eugen Freund!

 

 

 

Ich verspreche in vollem Ernst, Ihnen meine Stimme zu geben und bei Verwandten und Bekannten für Sie zu werben, wenn Sie Ihrerseits versprechen, sich im Europaparlament mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einzusetzen, dass für Arbeiter und Arbeiterinnen der Mindestlohn auf € 3.000 (zumindest 2.000) festgesetzt wird. Ich bin nämlich mit Ihnen der Auffassung, dass diejenigen, die in den Betrieben die Arbeit machen, weitaus besser entlohnt werden sollten. Nicht die Aktionäre und sonstigen Großverdiener sind es, die den Hauptanteil des erwirtschafteten Kapitals bekommen sollten. Bitte, setzen Sie sich ernsthaft und ausdauernd dafür ein!

 

            Und noch eine Bedingung stelle ich: Bitte, machen sie Ihren Einfluss geltend, dass jene Mütter, die länger bei ihren Kindern bleiben möchten, es ohne finanzielle Nachteile tun können und zwar mindestens bis zum Kindergartenalter, aber besser noch solange sie es für gut halten. Volle Entscheidungsfreiheit!  Für die Kinder ist die Mama unersetzlich. Gönnen wir doch unseren lieben Kleinen eine glückliche Kindheit, gönnen wir ihnen die Mama.  Ich anerkenne freudig, dass versucht wir, auch den Vätern Karenz zu geben, damit sie mehr bei der Familie bleiben können, kann aber ganz und gar nicht verstehen, warum die Mütter möglichst bald von ihren Kindern getrennt werden sollen. Kann man denn nicht den Frauen, solange sie Kinder haben, gönnen, dass sie ganz für ihre Kinder da sein können. Die Frauen haben ein Recht auf ihre Kinder und die Kinder haben ein Recht auf ihre Mütter. „Vereinbarkeit“ führt unter allen Umständen unausweichlich zu einer Mehr- bzw. Überbelastung der Mütter. In den ersten drei Jahren ist Mutter ein 168-Wochenstundenjob. Es ist zu überlegen, wie man sie zeitweise entlasten kann, nicht aber, wie man sie noch zusätzlich belasten kann.

 

 

 

Mit dem dringenden Wünschen für viel Erfolg bei Ihrer Tätigkeit

 

Grüße ich Sie sehr herzlich!

 

 

Mag. J. Georg Simmerstätter

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